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Dienstag, 5. November 2013

REZENSION: "Todesengel" von Andreas Eschbach

Ein alter Mann wird auf dem Bahnsteig von zwei Jugendlichen angegriffen...
Grundlos schlagen sie ihn zusammen, und er denkt, es muss sterben....
...bis plötzlich, wie aus heiterem Himmel, eine weiße Gestalt auftaucht.
Hell leuchtend, fast strahlend steht sie da....und schießt seine Peiniger nieder!

Niemand glaubt dem alten Mann. Stattdessen gerät er - als ehemaliger Grenzer - erst einmal selbst in den Verdacht, seine Angreifer getötet zu haben.

Bis der "Todesengel" erneut in Erscheinung tritt und auch die Polizei die Augen nicht mehr verschließen kann....

Der - bis dato nicht sehr erfolgreiche  -  Journalist Ingo Praise sieht seine Chance gekommen, die Ungerechtigkeiten unserer Gesellschaft aufzuzeigen und - Karriere zu machen!
Er publiziert Fälle, in denen die Opfer zum Täter gemacht wurden, gibt Menschen eine Plattform, die nur helfen wollten und dafür bestraft wurden, und setzt somit eine brisante Diskussion über Selbstjustiz in Gang....

Die Leichtigkeit, mit der sich  Todesengel  lesen lässt, täuscht erst einmal über die ernsthafte Thematik des Romans hinweg.
Darf ein Mensch Selbstjustiz üben?
Warum werden Täter zu Opfern gemacht, warum beherzte Helfer zu Tätern?
Sollte man lieber seine Augen verschließen vor Gewalt und Unrecht, um nicht selber in den Fokus der Justiz zu geraten?

Man fliegt regelrecht durch die Kapitel und geht zunächst konform mit den Protagonisten.
Erst später werden die Gefühle gemischter, ergibt sich der Zwiespalt....setzt das Nachdenken ein.
Wie im wahren Leben, wo man sich vielleicht auch erst mit der Menge mitreißen lässt und erst viel später den Kern der Sache erkennt.

Eschbach deklariert seine Figuren ausreichend, gibt ihren Persönlichkeiten aber nicht zu viel Tiefe.
In "Todesengel" steht ganz klar die Sache im Vordergrund, verpackt in einer für mich absolut mitreißenden, aber auch verstörenden Geschichte.
Einer Geschichte, die uns über Gerechtigkeit nachdenken lässt, über Schicksal, aber auch über die Macht der Medien.
Einer Geschichte, die bei ihren Lesern wirklich ankommt....

Andreas Eschbach durfte ich bereits auf einer Lesung zu seinem Buch "Herr aller Dinge" live erleben.
Der Autor beeindruckte mich damals sehr mit seinem eher bescheidenen, sympathischen Auftreten und seinen klugen und humorvollen Äußerungen.
Dennoch ist "Todesengel" tatsächlich das erste Buch, das ich nun von ihm gelesen habe.
Es hat mich berührt, und es hat mich neugierig gemacht auf weitere Geschichten aus der Feder des Autors...
So wird es definitiv nicht das Letzte bleiben.


             Kurz und knapp:
Leicht zu lesende Lektüre mit brisanter und berührender Thematik...
       

                                   
Aenna



Dienstag, 2. Oktober 2012

REZENSION: "Paganinis Fluch" von Lars Kepler

Eine junge Frau wird tot auf einem Boot gefunden - sie ist ertrunken!
Ein Politiker erhängt sich in seiner Wohnung, und ein Jugendlicher verbrennt qualvoll in einem alten Wohnwagen...

Zur gleichen Zeit sind die Menschenrechtlerin Penelope Fernandez und ihr Freund Björn auf der Flucht.
Sie rennen um ihr Leben...

Kommissar Joona Linna  sucht die Zusammenhänge zwischen den Vorfällen und deckt einen ungeheuren Skandal auf!


Normalerweise  bin ich kein Freund politischer Thriller, doch "Paganinis Fluch" aus der Feder des Schriftstellers Lars Kepler (hinter dem sich das Ehepaar Alexandra und Alexander Ahndoril verbirgt) hat mich eines Besseren belehrt.
Das schwedische Autorenduo, das nach "Der Hypnotiseur" hier sein zweites Buch präsentiert, versteht es, seine Leser zu fesseln und auch kompliziertere Vorgänge für jedermann interessant und plausibel darzustellen.
Dabei spricht Kepler ein brisantes und immer aktuelles Thema an, macht aufmerksam, setzt Gedankengänge bei seinen Lesern frei....
Trotzdem ich das Buch in mehreren Etappen gelesen habe, fand ich jederzeit ohne Probleme wieder in das Geschehen zurück.

Auch die Tatsache, dass ich Keplers Erstling mit den gleichen Akteuren nicht kenne und mir somit sein Protagonist Joona Linna nicht vertraut war, stellte kein Problem dar.
Kepler hat interessante Charaktere erfunden, die in einer von Anfang bis Ende spannenden und intelligenten Geschichte agieren, die sich zunehmend steigert bis zu einem rasanten und actiongeladenen Finale ...
Lediglich eine Szene (mit dem alternden Fernsehmoderator) hat mich doch eher befremdet, da sie für mein Empfinden nicht in das Geschehen passt und äußerst unglaubwürdig rüberkommt.

Die Figur des stillen, leicht geheimnisvollen, aber dennoch scharfsinnigen Hauptkommissars mit seinem augenscheinlich etwas komplizierten Liebesleben ist mit Sicherheit noch ausbaufähig und macht unbedingt Lust auf weitere Fälle mit Joona Linna...!

Und die Fans müssen nicht mehr lange warten...Bereits am 12. Oktober erscheint mit "Flammenkinder" der dritte Fall für den finnischstämmigen Kriminalisten!


                                                     Kurz und knapp: 
              Kurzweilige und spannende Unterhaltung mit Anspruch!


Aenna                                

Sonntag, 29. Juli 2012

REZENSION:" Wolfskinder" von John Ajvide Lindqvist

Da ich bereits "So finster die Nacht" von John Ajvide Lindqvist gelesen habe, war mir klar, dass ich mit seinem vierten Roman "Wolfskinder" wahrscheinlich eine Lektüre fernab jeder Realität beginnen würde.
Und so war es dann auch.
Während Lindqvists Erstling mich absolut fesselte, in seinen Bann zog, verursachte "Wolfskinder"dagegen oft nur ungläubiges Kopfschütteln.
Dennoch las ich mich durch mehr als 550 Seiten bis zum Ende, was ganz klar Lindqvists flüssigem und detailliertem Schreibstil sowie den sich mir im Verlauf des Buches doch noch öffnenden Erkenntnissen zu verdanken ist.

Die Geschichte fängt sehr vielversprechend an...
Ein Säugling wird im Wald in einem Erdloch gefunden, ein kleines Mädchen, das die schönsten Töne von sich gibt.
Der alternde Schlagersänger Lennart sieht seine Chance, mit dem Kind in späteren Jahren viel Geld zu verdienen, nimmt es mit und versteckt es in seinem Keller.
Doch Theres entwickelt sich nicht normal, ganz und gar nicht....

Etwa zeitgleich, in einer anderen Stadt, wird Theresa geboren.
Sie wächst in einer ganz normalen Familie mit zwei Brüdern auf, doch auch Theresa entwickelt eine sehr spezielle Persönlichkeit.

Beide Mädchen treffen irgendwann aufeinander, und das Unheil nimmt seinen Lauf....

Hier hatte ich große Erwartungen. Doch während in den ersten beiden Teilen des Buches die jeweiligen Lebensumstände der Mädchen zwar hin und wieder unglaubwürdig, aber durchaus fesselnd geschildert werden, erweisen sich die folgenden Teile eher als eine "Aneinanderstückelung" von Geschichten vor dem für mich langweiligen Hintergrund der Musik-und Schlagerszene.
Auch hier bleiben einige Umstände mehr als fragwürdig.

Das Ganze wird von Gewalt- und auch Sexszenen mit Beschreibungen bis in die kleinsten Details durchzogen, bei denen mir klar wurde, warum dieses Buch, in dem es doch um Jugendliche geht, in der Erwachsenenabteilung zu finden ist.

Trotzdem möchte ich Lindqvists Buch nicht komplett aburteilen, denn man kann ihm auch einen ernsten Hintergrund nicht absprechen...

Achtung, SPOILER!!!!
Der Zusammenhang zwischen den Mädchen, den ich zunächst aufgrund der vorangegangenen Ereignisse im mysthischen Bereich vermutete, ist in ihrer kranken Psyche zu finden.
Zutiefst kranke Seelen, verbunden mit Wahnsinn, der zu unmenschlichen Taten führt.

Für uns schwer zu glauben, aber doch real, bedenkt man die Ereignisse aus der jüngsten Vergangenheit in Norwegen oder erst kürzlich in einem Kino in Aurora...
Unweigerlich erinnert das Ende von "Wolfskinder" an diese schrecklichen Attentate...
Denn wer weiß denn schon, was sich wirklich in den Köpfen dieser Täter abgespielt hat?

John Ajvide Lindqvist öffnet dem Leser die Augen über Macht und menschliche Abgründe.
Zeigt, was möglich ist, egal woher man kommt und was man ist....
Macht deutlich, wie gefährlich es ist, wenn man den "falschen" Leuten vertraut, wie fatal es werden kann, hat man die Grenzen erst einmal überschritten...

Leider hat er seine Geschichte sehr unglücklich und zweifelhaft verpackt, deshalb vergebe ich gerade noch 3 Sterne!

Aenna                              

Mittwoch, 29. Februar 2012

REZENSION: "Ausgelöscht" von Cody McFadyen

Eine Frau wird aus einem fahrenden Auto auf die Strasse und dem FBI praktisch vor die Füße geworfen.
Sie ist nackt, der Kopf kahlgeschoren, ihr Körper weist deutliche Folterspuren auf.
Die Frau spricht nicht, kann nicht mitteilen, was ihr zugestoßen ist.
Nur der Ausdruck in ihren Augen und ihre unkontrollierten Schreie lassen erahnen, welches Martyrium sie hinter sich hat...
Smoky Barrett und ihr Team bekommen schnell heraus, dass es sich bei dem Opfer um eine seit 7 Jahren vermisste Polizistin handelt.
Nur warum hat der Täter sie jetzt frei gelassen?
Und warum so offensichtlich vor den Augen der Bundesagenten?
Bald tauchen weitere Opfer auf, und Smoky muss erkennen, dass die Grenze des Grauens noch nicht erreicht ist....

In "Ausgelöscht" lässt der amerikanische Bestsellerautor Cody McFadyen  seine Protagonistin Smoky Barrett gemeinsam mit dem altbekannten Team James, Alan und Callie ihren vierten Fall lösen.
Fans des Autors wissen, auf was sie sich einlassen, wenn sie zu seinen Büchern greifen.
Tod, Folter und Misshandlung werden so selbstverständlich in Worte gefasst wie ein Gang in den Supermarkt.
Detailliert wird der Leser mit menschlichen Abgründen konfrontiert, die er sich normalerweise nicht mal im Ansatz vorstellen kann.
Ob diese Geschichten nun realitätsnah sind, spielt keine Rolle.
McFadyens Schreibstil vermittelt uns Lesern die Illusion, eine aus dem Leben gegriffene Story zu lesen, unser Kopf weiß es natürlich besser.

So wird uns auch in "Ausgelöscht" eine unglaubliche Geschichte präsentiert, die allein deswegen zum Weiterlesen verführt.
Der Täter nimmt Eingriffe am Gehirn von Lebenden vor, sogenannte Lobotomien.
Der Leser erliegt auch hier der Faszination des Unvorstellbaren....

Wie immer legt McFadyen viel Wert darauf, dass die psychologischen Hintergründe seiner Protagonisten, auch der Opfer und der Täter, verstanden werden.
In vorliegendem Buch übertreibt er dies für meinen Geschmack allerdings ein wenig. So gab es doch diverse Textstellen, die ich aufgrund der allzu ausführlichen Beschreibungen überflogen habe...
Woher der Täter sein medizinisches Wissen hat, bleibt dagegen unklar.

Aufgrund der bereits erwähnten Ausführlichkeiten hatte ich, vor allen Dingen in den ersten zwei Dritteln des Buches, des Öfteren das Gefühl, den "roten Faden" zu verlieren.
Das letzte Drittel von "Ausgelöscht" wird dagegen extrem spannend und gut geschildert, hier tragen die Details auch unbedingt zum Verständnis bei, sind unverzichtbar für den Leser, um sich einzufühlen.

Das Ende hält noch eine absolute Überraschung parat...

Ich bekenne mich als Cody-Fan, und "Ausgelöscht" ist sicherlich nicht McFadyens bestes Buch, auch wenn ihm eine gute Idee zugrunde liegt.
Es hat mich, bis auf die genannten kleinen Schwächen, gut unterhalten.
Während ich dem ersten Teil des Buches nur 3 Herzen zusprechen würde, reißt der zweite Teil es mit 4,5 Herzen wieder heraus.
So gebe ich dem Buch (gerade noch) 4 Herzen!


Aenna                                          

Sonntag, 23. Oktober 2011

REZENSION: " Töte mich" von Jon Osborne

Er heißt Nathan Stiedowe und er ist Perfektionist.
Seine Vorbilder sind Serienmörder aus der Vergangenheit.
Er ahmt ihre Morde nach, allerdings ohne die Fehler zu machen, die seinen Vorgängern zum "Verhängnis" wurden und zu ihrer Festnahme und Verurteilung geführt haben....

Sie heißt Dana Whitestone und ist FBI-Agentin.
Als Kind musste sie mit ansehen, wie ihre Eltern ermordet wurden.
Nie wieder wird sie die Augen des Täters vergessen können...
Getrieben von ihren Erinnerungen wird die Jagd auf Serienmörder zu ihrer Passion!
Nun ist sie dem Cleveland-Slasher auf den Fersen und muss erkennen, dass ihre Vergangenheit sie wieder einholt.
Denn eines wird schnell klar....Er hat es auf Dana abgesehen...

Und wieder ein Thriller um einen Serienkiller und einen traumatisierten "Jäger"...
Dennoch ist dem Amerikaner Jon Osborne mit "Töte mich" ein beeindruckender Erstling gelungen!
Der Autor überzeugt mit einer spannungsgeladenen Story, die uns aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird.
Von Anfang an hat der Leser Kontakt zum Täter, trotzdem wird bis zum Schluss nichts über dessen wahre Identität preisgegeben.
Osborne legt geschickt verschiedene Fährten aus und lässt uns spekulieren, kombinieren,...
Es scheint, als ob er seine Leser bewusst in die Jagd auf den Killer mit einbezieht.
Das macht Spaß, wenngleich man als Leser dieser Lektüre auch starke Nerven aufbringen muss.
Es geht blutig zu und extrem brutal, mit grausamen Details wird nicht gespart.
Selbst ich als hartgesottener Thrillerfan stieß doch dabei knapp an meine Grenzen.

Der flüssige Schreibstil des Autors sowie der geniale Aufbau der Geschichte haben mir sehr gut gefallen.

Osborne hat mir durch die Einblicke in die Gedankenwelt von Täter, Ermittler und auch Opfer ein gutes Bild seiner Charaktere vermittelt und abschließend eine fast überzeugende Story geliefert.
"Fast", weil die Psyche des Täters sehr vielschichtig ist und Raum für Spekulationen lässt, seine Intention bzw. Motivation für mich nicht ganz hundertprozentig klar ist...
Mehr will ich nicht verraten!

Laut Klappentext schreibt der als freier Journalist tätige Autor bereits an seinem zweiten Roman.
Einen Leser hat er schon sicher...

Aenna                                 

Sonntag, 5. Juni 2011

REZENSION: "Der Besucher" von Sarah Waters

Schon als Kind war Dr. Faraday, aus bescheidenen Verhältnissen kommend, fasziniert von Hundreds Hall, dem alten Herrenhaus der Familie Ayres.
Als er nun, fast 30 Jahre später und kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges, in seiner Eigenschaft als Arzt erneut das alte Anwesen aufsucht,  werden vergessen geglaubte Erinnerungen wach.
Doch der Besitz strahlt längst nicht mehr in altem Glanz.
Mrs. Ayres, mittlerweile Witwe, und ihre Kinder Roderick und Caroline, haben wirtschaftlich schwer mit den Folgen des Krieges zu kämpfen und können Hundreds Hall kaum halten.
Faraday freundet sich mit der Familie an und versucht, ihnen beizustehen.
Dann geschehen unheimliche Dinge in dem alten Haus...


Als ich das Buch "Der Besucher" von der britischen Schriftstellerin Sarah Waters das erste Mal in den Händen hielt, entfuhr mir ein begeistertes "Wow", zu schön ist einfach dieser Schutzumschlag mit seiner rauhen, riffligen Oberfläche, von dem geheimnisvoll wirkenden Motiv mal ganz abgesehen...
Entfernt man den Umschlag, verstärkt sich diese Begeisterung noch, denn auch auf dem Buchdeckel wurde ein Muster aufgebracht, das an eine alte Tapete erinnert. Wunderschön.

Sarah Waters lässt in ihrem Buch  ihren Protagonisten Dr. Faraday in der "Ich-Form" erzählen.
Die Geschichte nimmt einen recht langsamen Anlauf, und ich gebe zu, dass ich anfangs schon ungeduldig wurde, dass etwas passiert...
Auf ihre eigene, ruhige Weise nimmt sie dann doch an Tempo zu, steigert sich mit eher gedämpften Höhepunkten.
Dass der Leser trotzdem gebannt diese Geschichte verfolgt, liegt an der einzigartigen Erzählkunst der Autorin.
Mit einer schönen Sprache und durchdachter Wortwahl versetzt sie uns in die Nachkriegszeit Englands und in die mystische Umgebung des alten Herrenhauses.
Geradezu liebevoll beschreibt sie die Örtlichkeiten, fein zeichnet sie die Charaktere ihrer Protagonisten, die vor den Augen der Leser immer mehr Gestalt annehmen, ja geradezu wachsen. Auch ans Herz.
Die gesamte Lektüre wird getragen von einer Stimmung, die perfekt zum Geschehen passt und den Leser Seite für Seite durch die Geschichte trägt.
(Ein Lob hier auch an die Übersetzerin Ute Leibmann).
Über das "Unheimliche" in der Geschichte möchte ich lieber Stillschweigen bewahren, um potentiellen Lesern nichts vorweg zu nehmen...
Das Ende ließ mich nachdenklich zurück....mit dem Wunsch, das Buch noch einmal zu lesen......!

"Der Besucher" ist kein Buch, bei dem man vor Spannung die Luft anhält.
Es ist eine ruhige, aber durchaus fesselnde Geschichte mit mystischen Aspekten und sprachlich ein literarisches Meisterwerk.
Aenna                                 
                                                 

Mittwoch, 23. März 2011

Ein Abend mit Cody...:o)))

Gestern Abend begann in der Buchhandlung "Schmorl und von Seefeld" in Hannover der Auftakt zu Cody McFadyens Lesereise für sein Buch "Der Menschenmacher", welches in Amerika noch gar nicht erschienen ist und in englischer Sprache unter dem Originaltitel "The Innocent Bone" voraussichtlich erst im nächsten Jahr auf den Markt kommen wird!

Bereits deutlich vor dem anberaumten Termin saßen wir (der beste Ehemann der Welt und ich) gespannt auf unseren Stühlen und harrten der Dinge.
Meine erste Lesung!
Um 20:17 Uhr ging es endlich los. Cody McFadyen, Heikko Deutschmann als deutscher Sprecher und Angela Spizik (Bürgermeisterin von Köln) als Moderatorin betraten die ausverkaufte Veranstaltung.
Nach Begrüßung und Vorstellung begann Frau Spizik zunächst ein Interview mit Cody...
Dieser hatte ursprünglich gar nicht geplant, die Serie um Smoky Barrett (die übrigens ihren Namen der ersten Katze von McFadyens Frau verdankt) zu unterbrechen. Das vorherrschende Thema der Kindesmisshandlung sei aber schon lange in seinem Kopf gewesen und wollte verarbeitet werden. Er begann zu schreiben, es nahm Formen an, und so entstand "Der Menschenmacher". Er würde gerne schreiben, sei aber auch froh, wenn ein Buch beendet ist und er das Thema aus seinem Kopf in die Köpfe seiner Leser transportiert habe, sagt er augenzwinkernd.
Wenn es ihn packe, würde er 15 Stunden täglich schreiben, auch an Weihnachten oder an Geburtstagen, berichtet McFadyen weiter, und nennt u.a. Stephen King als inspiratives Vorbild.

Die Lesung begann in englischer Sprache mit dem Autor persönlich und wurde dann in deutsch durch den Schauspieler Heikko Deutschmann fortgesetzt, der mit einem absolut lebendigen Vortrag überzeugte und die Zuhörer gekonnt in den Bann des Buches zog.


Zwischendurch nahm die sympathische Frau Spizik mit Fragen an den Autor immer wieder Bezug zu den Passagen. So konnten wir erfahren, dass für Cody die Armut, in der er in seinem Buch den kleinen David aufwachsen lässt, eine durchaus authentische Erfahrung ist. Seine Eltern seien Hippies gewesen und hätten nicht einmal einen Fernseher besessen, berichtet er. Stattdessen wurde gelesen :o)
Aber auch im Jahre 2005 ist McFadyen an einem finanziellen Tiefpunkt angelangt. Nach beruflichen Mißerfolgen  investiert er die letzten 500 Dollar in eine neue Agentin, die schließlich für die Veröffentlichung seines ersten Buches sorgt.
Der große Durchbruch kommt, das Leben ändert sich schlagartig.
Er sei sehr dankbar, sagt McFadyen. Aber ihm sei auch bewusst, dass der Erfolg jederzeit wieder umschlagen könne...
Schließlich signierte Cody McFadyen noch bereitwillig die Bücher, die seine Zuhörer entweder vor Ort gekauft oder von zu Hause mitgebracht hatten. Manche, so schien es, hatten ihr ganzes Regal ausgeräumt und angeschleppt....:o))
Leider war Heikko Deutschmann ziemlich schnell verschwunden, von ihm hätte ich auch gerne ein Autogramm gehabt.



Das war ein ausgesprochen gelungener Abend, der mir gut gefallen hat.
Cody McFadyen ist ein sehr netter, sehr bescheiden wirkender Mensch, der ein aufrichtiges Interesse an seinem deutschen Publikum gezeigt hat.
Kaum zu glauben, dass aus der Feder dieses Mannes derartige Hardcore-Thriller stammen....
Aenna

Samstag, 19. März 2011

Rezension: "Der Menschenmacher" von Cody McFadyen

Ally, David und Charlie. Drei Kinder, die ihre Eltern verloren haben und von dem Polizisten Bob Gray adoptiert werden. Eigentlich sollte man denken, sie hätten damit das große Los gezogen. Doch dies ist ein Trugschluß, denn "Dad", wie sie ihn nennen müssen, schottet sie von ihrer Umwelt ab und erzieht sie mit Drill, Grausamkeit und Schlägen, mit Methoden, die an Folter grenzen...
Als die Zustände für sie nach Jahren der Misshandlung unerträglich werden, töten sie ihren Peiniger.
Die Wege der drei Adoptivgeschwister trennen sich, jeder lebt sein eigenes Leben und versucht, mit den körperlichen und seelischen Narben fertig zu werden. Erst nach mehr als zwanzig Jahren, als sie merkwürdige Botschaften erhalten und die Vergangenheit sie wieder einzuholen scheint, treffen ihre Wege wieder aufeinander...

"Der Menschenmacher"von Cody McFadyen ist sein 5. Thriller, aber der erste ohne Ermittlerin Smoky Barrett. Doch der Autor hat mit vorliegendem Buch bewiesen, dass er auch ohne diese auskommt.
Seine neuen Protagonisten wachsen dem Leser schnell ans Herz, ganz gleich, mit welchen Eigenschaften er sie ausstattet. (Wer das Buch liest, wird wissen, was ich meine..). Wir möchten nicht, dass sie sind, wie sie sind, auch, wenn wir es verstehen ...
McFadyen schafft es, dass wir die Gefühle seiner Hauptpersonen nachvollziehen können, die wir sowohl in ihrer Kindheit als auch als Erwachsene kennen lernen.

Zu Beginn des Buches war ich etwas verwirrt...viele Schauplätze, unterschiedliche Zeitebenen und Personen...
Doch Geduld zahlt sich aus. Wenn man schließlich eine Ahnung bekommt, worum es geht, erkennt man auch den genialen Aufbau der Story.

McFadyens Schreibstil ist, wie von ihm gewohnt, geradlinig und schonungslos. Mit Blut und Sex wird nicht gespart, aber auch starke Gefühle wie Liebe spielen eine große Rolle in dem Buch und gleichen brutale Szenen wieder aus.
Der Autor hat eine immer aktuelle Thematik, die Kindesmisshandlung in jeglicher Form, in seinen Roman eingebracht, zum Hauptthema gemacht.
Immer wieder muß sich der Leser mit dem Thema auseinandersetzen, wird es ihm ohne Beschönigungen vor Augen geführt. 

"Der Menschenmacher" ist eine spannende Lektüre, die zum Ende hin immer mehr anzieht. Zwar hatte ich schon vorher eine leise Ahnung, auf was das Ganze womöglich herausläuft, aber eben nur eine leise...

Cody McFadyen präsentiert uns mit seinem neuen Buch einen intelligenten Thriller mit psychologischem Einschlag, den ich nur empfehlen kann!

                                                

                                                 
Aenna






Samstag, 5. Februar 2011

Rezension: "Gute Nacht, Liebster" von Katrin Hummel

In meinem Beruf habe ich oft Kontakt mit Demenzkranken. Der Umgang ist nicht selten problematisch und vor allen Dingen zeitaufwändig. Man ist extrem auf die Erfahrungen und Hilfe der Angehörigen angewiesen, man stößt an seine persönlichen Grenzen... 
Demenz. Was ist das eigentlich wirklich? Und was ist der Unterschied zu "Alzheimer"?
Was bedeutet die Krankheit für den Betroffenen, und was bedeutet sie für die Angehörigen?

Mit der Lektüre des Buches "Gute Nacht, Liebster"von Katrin Hummel erhoffte ich mir die Beantwortung aller meiner Fragen.
Der Roman basiert auf den tatsächlichen Begebenheiten und Erfahrungen der Protagonistin (welche im Buch den Namen Hilda Dohmen bekommen hat). Die Journalistin Katrin Hummel hat aus vielen Gesprächsaufzeichnungen mit ihr vorliegendes Buch geschrieben.

So begleiten wir Hilda und Hans durch ihr Leben. 1955 lernen sich Beide kennen, Hilda ist erst 14. Aus der Jugendfreundschaft wird Jahre später Liebe, sie heiraten und gründen eine Familie. Zwei Töchter werden geboren. Hilda ist Lehrerin, Hans ein erfolgreicher Unternehmer. Finanziell geht es ihnen gut. Das Leben scheint perfekt.
Bis sich Hans, erst 53 Jahre alt,  verändert. Ganz langsam, fast schleichend. Er wird vergesslich, verliert immer öfter die Orientierung. Er wird gleichgültiger. Er verliert das Interesse an seinen Hobbies und später auch an seiner Familie. 
Bis die Diagnose "Demenz" gestellt wird, haben Hilda und Hans eine Odyssee an Arztbesuchen hinter sich. Plötzlich hat Hilda einen Ehemann, dem bereits die Pflegestufe 2 zugeordnet wird.
Aber sie gibt den Mann, den sie liebt, nicht auf. Auch, wenn dies immer schwerer wird...

"Gute Nacht, Liebster" ist ein bewegender  Tatsachenroman. 
Aus Hildas Sicht nimmt der Leser an Hans' Schicksal teil und vor allen Dingen auch an ihrem eigenen. Wir sehen die Veränderungen, die mit Hans passieren, mit ihren Augen, erleben hautnah mit, wie Hans sich selbst verliert. Und für seine Familie verloren geht.
Dabei stellt sich immer wieder die Frage, was Hans selber davon mitbekommt. Merkt er seinen Verfall? Wenn ja, bis zu welchem Punkt? Und ab wann nicht mehr?
Das sind quälende Fragen auch für Hilda, die uns immer sehr ehrlich an ihren Gefühlen und Gedanken teilhaben lässt, uns eine große Nähe erlaubt. Wir erleben so ihr Entsetzen, ihren Schmerz, ihre Hilflosigkeit. 
Einige Dinge werden wiederholt geschildert, was für mich aber ein Indiz dafür ist, wie präsent die entsprechende Problematik für Hilda gewesen sein muß, wie sehr ihre Gedanken davon beherrscht waren.
Ganz vordergründig spüren wir ihre unermessliche Liebe zu ihrem Mann, den Partner, den sie so vermisst!  Nur mit der Kraft dieser Liebe bringt sie die enorme Energie auf, ihn zu pflegen und dabei auch seine Würde zu bewahren.
Und sie bringt die Kraft auf, sich mit dem unweigerlich Nahenden auseinanderzusetzten...
"...doch sein Schicksal ist unausweichlich, und meines ist an seines gebunden. Er wird untergehen, und ich werde zuschauen, wie er ertrinkt, und an Land zurückbleiben."
Hilda ist eine nach außen hin starke Frau, die uns Lesern mutig auch ihre Schwächen zeigt. 
Aber sie steht immer wieder auf, schafft es, sich aus der Isolation zu befreien und ihre Zukunft zu planen, an ein Leben, eines Tages, ohne Hans zu denken.

"Gute Nacht, Liebster" hat mich unglaublich berührt. Ich musste das Buch des öfteren zur Seite legen....diese nahen Schilderungen erst einmal verarbeiten. 
Als ich die letzte Seite beendete, hatte ich einen dicken Kloß im Hals. Das ist mir schon lange nicht mehr passiert...


                                                            
Aenna







Mittwoch, 26. Januar 2011

Bücherpost

Auch im Januar blieb der Briefkasten nicht leer und ich habe einiges nachzutragen :o)))


"Bataillon d'Amour" von André Pilz
Vielen Dank an Nicole Oberdanner vom Haymon-Verlag!
"Das Schweigen der Rose" von Kat Martin
"Der Beethoven-Fluch" von M.J. Rose
Vielen Dank an den Mira-Verlag!
"Gute Nacht Liebster" von Katrin Hummel
Vielen Dank an Bastei Lübbe!
"Schweigt still die Nacht" von Brenna Yovanoff
Vielen Dank an Script5!
"Das Blut der Lilie" von Jennifer Donnelly
Vielen Dank an Vorablesen.de und dem Pendo-Verlag(Piper)
Ich freue mich aufs Lesen!!
Die Rezensionen gibt es dann demnächst hier!


Bei Merle wurde ich dann dank ihrer Rezension auf dieses Buch aufmerksam....
Da es sich um den 2. Teil einer Kleinserie handelt, mußte natürlich erst der erste Teil her :o)
Leider gibt's den nicht mehr im Buchhandel zu kaufen, sondern nur noch auf dem Gebrauchtmarkt...zu horrenden Preisen! Aber das Glück war mir hold und ich konnte es über booklooker zu einem vernünftigen (normalen) Preis bekommen! 


Klappentext: 
Eine geheime Erfindung bedroht London - eine Verschwörung auf höchster Ebene
London, 1811. Der Krieg mit Napoleon hat seinen Höhepunkt erreicht. In der düsteren, von Gesindel bevölkerten Metropole wird der exzentrische Sonderermittler Hawkwood vom Empire mit der Aufklärung eines Doppelmordes beauftragt. Mithilfe seiner Kontakte zur Londoner Unterwelt gelingt es Hawkwood, einer Verschwörung auf die Spur zu kommen, die ganz England in größte Gefahr bringt.
"Der Rattenfänger" ist der fulminante Auftakt der historischen Krimiserie um Sonderermittler Hawkwood.

Mal wieder was ganz anderes, ich bin wahnsinnig gespannt!


Heute Morgen lag dann noch ein Päckchen neben meiner Kaffeetasse. Noch nie habe ich so früh Post bekommen, schon gar keine Bücherpost.  Es enthielt dieses Buch vom Haymon-Verlag!


"Verfahren" von Ludwig Laher


Klappentext:
Jelena, eine Kosovo-Serbin, wird in ihrer Heimat wiederholt Opfer unvorstellbarer Gewalt. Die geht nicht vom Staat aus, sondern von enthemmten Mitgliedern der Mehrheitsbevölkerung. Schwer traumatisiert, hofft die junge Frau nach zwei Selbstmordversuchen auf einen Neuanfang in Österreich. Dort aber gerät sie in die Mühlen eines unmenschlichen Asylrechts, das seinem Namen nicht gerecht wird.


Auch dieses Buch verspricht eine interessante Lektüre zu werden! 
Vielen Dank an Nicole Oberdanner für diese Überraschung! Von mir aus kann jeder Tag so anfangen*ggg*
Aenna


Donnerstag, 16. Dezember 2010

Rezension: "Das Weihnachtsversprechen" von Donna VanLiere

Gloria ist die gute Seele in der kleinen Stadt, in der sie seit sieben Jahren lebt. Als "Miss Glory" ist sie für die Armen und Bedürftigen da und betäubt dabei gleichzeitig ihren eigenen Schmerz. Ihr Sohn Matthew verließ die Familie, und das kurz vor dem Tod ihres geliebten Ehemannes...
Seitdem hofft Gloria, dass Matt nach Hause zurückfindet und lässt jede Nacht ein Licht vor ihrem Haus brennen...
Wir lernen Chaz kennen, einen jungen Mann ohne Familie und dem Alkohol verfallen. Er arbeitet mit der jungen Carla zusammen, die einen kleinen Sohn hat und außerdem viele Probleme, bei deren Bewältigung sie Hilfe bei Gloria findet...
Dieses Buch ist, wie alle Bücher von Donna VanLiere, ideal zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit. Nett ist, dass sie auch immer wieder Charaktere aus ihren vorherigen Büchern einfließen lässt.
Ich habe "Das Weihnachtsversprechen" in einem Rutsch durchgelesen und hatte mehr als einmal einen dicken Kloß im Hals...
Eine wunderschöne, zugegeben etwas kitschige Geschichte, ein "Alles wird gut"-Buch, wie man es auch nur zu Weihnachten lesen kann.
Nach dem Lesen legt man das Buch zur Seite und ist erfüllt von Frieden...und das ist schön!
Aenna

Samstag, 27. November 2010

Advent, Advent....Es ist wieder soweit!

Morgen ist tatsächlich schon wieder der erste Advent.  Durch den Stress im Alltag verfliegt die Zeit so rasend schnell. Und je älter man wird, umso schneller geht´s, hab ich das Gefühl.  Kaum ist der Sommer vorbei, steht schon wieder Weihnachten vor der Tür! Bereits im September erinnern uns Lebkuchen und Spekulatius in den Supermarktregalen daran (und sorgen bei mir für erste Aggressionen). Da man so frühzeitig mit Weihnachtsmännern  und Christbaumkugeln konfrontiert wird,  kann es sein, dass sich bei mir noch immer kein richtiges Weihnachtsgefühl eingestellt hat, wenn dann das Weihnachtsfest tatsächlich kurz  bevorsteht. Darum habe ich es mir zur Regel gemacht, jedes Jahr zur Weihnachtszeit zwecks Einstimmung auf Dieselbige ein Weihnachtsbuch zu lesen.
Ich mag z.B. sehr die Bücher von Donna Vanliere, denn ihre Geschichten sind wunderschön und gehen so zu Herzen, dass ich auch jedesmal ein paar Tränen verdrücken muss. 
Beim Lesen dieser Bücher stellt sich(bei mir) eine Ausgeglichenheit, ja, innerer Frieden ein. Ich komme zur Ruhe und weiß wieder, worum es geht. Und das ist ein schönes Gefühl!

Folgende Bücher, die übrigens wunderschön aufgemacht sind,  habe ich u.a. schon gelesen:

Ehrenwirth/Lübbe
160 Seiten, geb. Ausgabe
ISBN 3-431-03327-x
9,90 Euro
Die Weihnachtsschuhe 
Eine kleine Geschichte mit einer grossen Botschaft

(Klappentext)
"Ein unglücklicher kleiner Junge, der die schönsten Schuhe der Welt für seine todkranke Mutter sucht, ein verdrossener Anwalt, der alles im Leben hat und eigentlich nichts-
ungleiche Helden einer Geschichte, die so bezaubernd ist, so anrührend, dass man oft nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll.
Aber eines weiß man am Ende wieder: Worauf es wirklich ankommt.
Nicht nur zur Weihnachtszeit."




Ehrenwirth/Lübbe
254 Seiten, geb. Ausgabe
ISBN 3-431-03587-6
ISBN 3-404-26589-0 (lieferbare Taschenbuchausgabe)
6,00 Euro


Die Weihnachtsbraut
Eine kleine Geschichte über die grossen Wunder im Leben

(Klappentext)
"Nathan, der als kleiner Junge seine Mutter unter tragischen Umständen verlor, arbeitet als Assistenzarzt in der Herzchirurgie. Das Schicksal zweier Patienten liegt dem jungen Mann besonders am Herzen: das eines tapferen kleinen Jungen, der einen schweren Herzfehler hat und davon träumt, bei einem Marathonlauf mitzumachen, und das einer jungen Frau, in die er sich verliebt.
Beider Leben hängt am seidenen Faden, und Nathan hat Angst, dass er auch diesmal das verliert, was er am meisten liebt..."



Die Engel von Morgan Hill
Eine Geschichte voller Hoffnung

(Klappentext)
"Als ich ein Kind war, musste ich mich nie auf die Schultern von anderen stellen, um die Engel zu berühren. Sie waren stets um mich herum...

Ehrenwirth/Lübbe
269 Seiten, geb. Ausgabe
ISBN 978-3-431-03766-1
9,95 Euro
Jane ist neun Jahre alt, als ihr Vater stirbt. Ihre Mutter ist zum dritten Mal schwanger und voller Sorge um die Zukunft ihrer Kinder. Als der kleine Milo mit seiner Familie in die Stadt zieht, begegnen viele ihnen mit Misstrauen und Ablehnung. Jane und ihre Familie gehen mit offenem Herzen auf die Neuankömmlinge zu. Aber dann geschieht ein schreckliches Unglück. Milo braucht Janes Freundschaft so dringend wie nie zuvor."













Auch wunderschön ist dieses Buch von Jason F. Wright

Das Weihnachtsglas

(Klappentext)
"Ausgerechnet am Heiligabend räumen Diebe Hope Jensens Wohnung aus. Die junge Journalistin ist ohnehin am Boden zerstört, weil erst vor kurzem ihre Adoptivmutter gestorben ist. Doch dann erhält sie ein geheimnisvolles Geschenk. Sie ist wild entschlossen, den edlen Spender ausfindig zu machen. Dabei erfährt sie von einer wunderbaren Weihnachtstradition-und löst unverhofft das Geheimnis ihrer Herkunft."  


Heyne-Verlag
144 Seiten, geb. Ausgabe
ISBN 978-3-453-40744-2
8,00 Euro





Dieses Jahr sorgt nun dieses Buch für meine 
Weihnachtsstimmung. Ich habe es mir im Rahmen der Lesejury-Aktion vom Lübbe-Verlag gewünscht und bedanke mich an dieser Stelle recht herzlich!

Das Weihnachtsversprechen

(Klappentext)
Jedes Jahr an Weihnachten schenkt uns der Himmel ein Versprechen. Und jedes Jahr geben wir es denen weiter, die wir lieben.

Lübbe-Verlag
208 Seiten, geb. Ausgabe
ISBN 3-431-03823-9
9,99 Euro
Jedes Jahr hängt Gloria einen Brief an ihren Weihnachtsbaum, in dem sie das Versprechen erneuert, das sie ihrem verstorbenen Mann gab: weiter nach ihrem verschwundenen Sohn zu suchen. Um ihren Schmerz zu lindern, kümmert Gloria sich schon seit Jahren um Menschen in Not, so auch um den kleinen Donovan, dessen Mutter völlig verzweifelt ist. Am anderen Ende der Stadt lebt Chaz, ein junger Mann, der immer wieder dem Alkohol verfällt, sich jedoch insgeheim nach einer Familie sehnt. Sein neuer Job in einem Kaufhaus entpuppt sich als schicksalhafte Wendung. Denn dort arbeitet auch Donovans Mutter. Als dieser ein Unglück widerfährt, kreuzen sich die Wege von Gloria und Chaz...


Allen, die auf der Suche nach schöner Weihnachtsliteratur sind, kann ich diese Bücher nur ans Herz legen...
Aenna