Die Krefeler Kommissare Markus Wegener und Nina Gerling sind bei der Suche nach dem Täter sehr gefordert, denn bei ihren Ermittlungen werden sie mit verbotener Leidenschaft, Beziehungstragödien und einem seltsamen Internetspiel konfrontiert. So stoßen sie auf nicht nur eine Person, die ein Motiv gehabt hätte, den Jungen zu töten.
"Gegen jede Regel" ist das Krimidebüt von Sebastian Stammsen und durchweg flüssig geschrieben.
Es wird in der "Ich"-Form erzählt, so dass der Leser während des gesamten Buches das Gefühl hat, hautnah dabei zu sein. Die Protagonisten kommen sehr sympathisch rüber, witzige Formulierungen lockern das Krimigeschehen von Zeit zu Zeit auf.
Auch die Einblicke in das Privatleben von Markus Wegener tragen dazu bei, dass die Handlung lebhaft bleibt.
Das Geschehen ist durchweg spannend, durch viele Verdächtige wird der Leser mehrfach in die Irre geführt, bis er zum Schluß völlig überrascht mit dem wahren Täter konfrontiert wird.
Die das Internetspiel betreffenden Beschreibungen waren für mich allerdings eher langweilig und undurchschaubar. Das mag daran liegen, dass ich grundsätzlich kein Interesse an derartigen Spielen habe...
Die Kapitel sind in Tage unterteilt und mir persönlich zu lang. Ich mag kürzere Unterteilungen lieber, wenn man das Buch doch öfter mal zur Seite legen muß.
Fazit:
"Gegen jede Regel" ist eine lesenswerte Lektüre und ich bin bereits jetzt gespannt auf den Nachfolgeroman! Aenna

