Mittwoch, 15. Januar 2025

REZENSION: "Das Seelenhaus" von Hannah Kent

Island imJahre 1828...
Die Magd Agnes ist zum Tode verurteilt, da sie gemeinsam mit einem jungen Paar ihren Dienstherren Natan sowie einen weiteren Mann getötet haben soll.
Die Zeit bis zu ihrer Hinrichtung soll sie auf dem Kornsáhof verbringen und dort als Magd arbeiten.
Die auf dem Hof lebende Familie Jonsdottier ist von dem Umstand, eine Mörderin beherbergen zu müssen, nicht gerade erbaut.
Margret und Jon haben Angst um ihre beiden Töchter Steina und Lauga, doch ist es aufgrund der beengten wohnlichen Verhältnisse in dem Torfhaus schwer, Distanz zu wahren.
So ergibt es sich dann auch, dass die Familie zuhören kann, als Agnes dem jungen und unerfahrenen Pfarrvikar Toti, den sie sich als geistigen Beistand erbeten hat, ihre Geschichte erzählt...

Die junge Autorin Hannah Kent wurde für ihren ersten Roman Das Seelenhaus" (original: "Burial Rites") in ihrer Heimat Australien mit dem "Writing Australia Unpublished Manuscript Award ausgezeichnet.
In ihrem Roman erzählt sie die Geschichte der Agnes Magnúsdóttir, die tatsächlich von 1795 bis 1830 in Island gelebt hat und an der, überall als "brutales Monster" verschrien, die letzte isländische Hinrichtung vollzogen wurde.
Nach umfangreichen und aufwändigen Recherchen legt sie uns Agnes' Geschichte dar, wie sie aus ihrer Sicht hätte geschehen sein können, verwebt Tatsachen mit Fiktion und schildert eindrucksvoll und sehr bildlich das kurze Leben einer jungen Frau, die so gar nichts mit einem Monster gemein hat... 
Aber nicht nur die Schilderung von Agnes Schicksal hat mich beeindruckt, sondern auch Kents Beschreibungen der Natur Islands sowie der damaligen Lebensumstände, die mich eine gedankliche Zeitreise haben machen lassen.

Als 17-jährige nahm Kent an einem Schüleraustausch teil und erfuhr so zum ersten Mal von der Geschichte um Agnes, die sie von da an nicht mehr los ließ...
Nachdem ich nun "Das Seelenhaus" nahezu verschlungen habe, geht es mir ganz genauso...



                                    Kurz und knapp:

                Atmosphärisch, bildgewaltig, verstörend…

 

                         

Samstag, 16. August 2014

REZENSION: "Das Hexenmädchen" von Max Bentow

"Heute werde ich wieder durch Welten springen"....

Diesen Satz sagt die kleine Jule zu ihrem Vater Roman...und kommt dann von der Schule nicht mehr nach Hause....
Ein paar Tage zuvor verschwindet ihre Freundin Sophie spurlos.
Beide Mädchen fürchteten sich vor der Hexe....

Zur selben Zeit ermittelt Nils Trojan in einer grausamen Mordserie. 
Die Opfer werden mit einem Taschentuch geknebelt, an Händen und Füßen gefesselt und mit dem Kopf auf einem Ofenrost liegend aufgefunden.

Unweigerlich kommt Trojan das Märchen von Hänsel und Gretel in den Sinn.
Gibt es am Ende einen Zusammenhang zwischen den Morden und dem Verschwinden der Kinder?

In seinem vierten Fall "Das Hexenmädchen" lässt Max Bentow seinen sympathischen Kommissar an dessen persönliche Grenzen stoßen. 
Stark belastet durch seine zahlreichen eigenen Probleme inklusive Panikattacken, fühlt Nils Trojan sich dennoch unbarmherzig getrieben, seine Ermittlungen zu einem Erfolg zu führen.
Die verschwundenen Kinder machen ihm zu schaffen, und die grotesken Hinrichtungen sind selbst für einen hartgesottenen Kriminalisten zu viel...

Bentow lässt uns wieder ganz nah heran an seinen Protagonisten, an den Menschen Nils Trojan mit all seinen Stärken und Schwächen.
Und so kommt es, dass ich mich erneut fesseln ließ von einer Geschichte, die zwar extrem spannend, wenn auch zuweilen verwirrend ist.
Einer Geschichte, die unglaublich neugierig macht auf das Ende.

Bis zum Schluss tappte ich im Dunkeln und wurde vom Ausgang der Geschichte fast ein bisschen überrumpelt....logisch fügt sich plötzlich eines zum anderen - mir wäre es allerdings lieber gewesen, etwas langsamer dorthin geführt zu werden.

Trotzdem hat mir Bentows neuestes Werk gut gefallen.
Allein die Idee für diese Story ist grandios, die spannende Umsetzung und der eindringliche Schreibstil haben mich die Lektüre nicht aus der Hand legen lassen...

Kurz und knapp:
Tolle Idee, spannend umgesetzt...


Aenna

Montag, 28. Juli 2014

REZENSION: "KRÄHENMÄDCHEN" von Erik Axl Sund

In einem Stockholmer Park wird die Leiche eines kleinen Jungen gefunden.
Der Körper des Kindes weist Zeichen schwerster und unvorstellbar grausamer Misshandlungen auf.
Kommissarin Jeanette Kihlberg ist schockiert und setzt ihre ganze Energie dafür ein, den Täter zu finden.
Doch die Ermittlungen verlaufen zäh, und  noch bevor sie zu einem Erfolg führen, werden weitere tote Jungen gefunden.
Einer von ihnen wurde von der Psychologin Sofia Zetterlund therapiert, die auf multiple Persönlichkeiten spezialisiert ist und traumatisierte Kinder aus Kriegsregionen behandelt, welche in ihrem Land als Soldaten missbraucht wurden.
Jeanette bittet Sofia um Hilfe, doch diese wird von einer weiteren Patientin sehr beansprucht: Victoria Bergman, deren Kindheitserinnerungen der Psychologin keine Ruhe lassen....

"Krähenmädchen" ist der Auftakt einer Trilogie des schwedischen Autorenduos Erik Axl Sund (Jerker Eriksson und Hakan Axlander Sundquist)






Das Autorenteam wurde von der Schwedischen Krimiakademie für ihr Werk mit dem Special Award ausgezeichnet!
Zu Recht, wie ich finde, denn die Beiden bieten bereits mit ihrem ersten Teil einen ganz speziellen Lesegenuss.
Denn - dieser Roman ist anders. Irgendwie.
Wohl gibt es einen Mord, einen Ermittler, Irreführung und gewiss auch eine Aufklärung - trotzdem  muss sich der Leser darauf einstellen, in "Krähenmädchen" nicht ganz mit den üblichen Klischees eines Thrillers bedient zu werden.
Die Tat ist bei Erik Axl Sund eigentlich "Nebensache"....Nüchtern, geradlinig und schnörkellos werden die Grausamkeiten fast nebenbei präsentiert.
Vielmehr stehen die Akteure im Fokus, die mit so großer Präzision beschrieben werden, dass ihre Darstellung einem Psychogramm nahe kommt.
Es ist, als ob uns die Autoren durch unterschiedliche Türen führen und uns dahinter ein komplettes Leben zeigen.
Besonders die beiden Protagonistinnen Sofia und Jeanette kommen dem Leser so sehr nahe.
Aber auch Täter und Opfer werden beleuchtet, zwar nicht durch die offene Tür, sondern eher mit einem Blick durchs Schlüsselloch.
Wir bekommen eine genaue Vorstellung von den Menschen, mit denen wir es in diesem Buch zu tun haben, und so hatte ich relativ früh bereits eine gewisse Ahnung....Und ich vermute, dass dies auch durchaus von den Autoren so gewollt ist!

Mehr möchte ich über Akteure und inhaltliche Richtung der Geschichte nicht schreiben, denn es wäre sehr schade, hier zu viel zu verraten...
Als ganz besonderen Genuss habe ich es empfunden, Stück für Stück selber dahinter zu kommen, und diese Spannung möchte ich auch jedem potenziellen Leser gönnen.

Dieser Thriller hat mich, einmal angefangen, nicht mehr losgelassen.
Nicht nur der wohltuend andere Aufbau der Geschichte, sondern auch die flüssige und mitreißende Schreibweise haben ihren Teil dazu beigetragen.

Sehr beruhigend ist es, dass bereits im September der zweite Teil "Narbenkind" sowie im November Teil 3 "Schattenschrei" folgt...

Wer "Krähenmädchen" gelesen hat, weiß warum....

Kurz und knapp:
Ein intelligenter und hochspannender Thriller der besonderen Art...


Aenna

Dienstag, 27. Mai 2014

REZENSION: "Das Mädchen mit den blauen Augen" von Michel Bussi

1980, kurz vor Weihnachten, stürzt ein Passagierflugzeug auf dem Flug von Istanbul nach Paris im Juragebirge ab.
Einzig ein kleiner Säugling überlebt, wie durch ein Wunder, diese furchtbare Katastrophe.
Zwei Familien erheben Anspruch auf das Kind, denn wie sich herausstellt, waren zwei Babys an Bord der Maschine.
Beides Mädchen und beide, fast auf den Tag genau, drei Monate alt.
Ist es Lyse-Rose de Carville, die überlebt hat, oder Emilie Vitral?
Wem wird die kleine "Lylie" mit den auffallend blauen Augen zugesprochen?
Irgendwann trifft ein Richter eine Entscheidung, aber richtige Beweise fehlen, letzte Zweifel bleiben - bei beiden Familien.

Für den Privatdetektiv Crédule Grand-Duc wird die Frage um die Identität des Mädchens 18 Jahre lang nicht nur zum gut bezahlten Lebensinhalt, sondern auch zu seiner persönlichen Obsession....

Allein schon das Cover ist es wert, sich dieses Buch genauer zu betrachten. Es hat mich irgendwie sofort gefesselt, und ich wusste, dass ich  Das Mädchen mit den blauen Augen  lesen muss...
Manchmal ist das eben so. Man lässt sich von seinen Gefühlen leiten, und in diesem Fall war es auch goldrichtig...

Michel Bussi beschreibt ein Szenario, das grausam ist. Er tut dies aber nicht direkt und mit voller Wucht, sondern lässt den Leser Schritt für Schritt selber dahinterkommen.
Dabei bedient er sich einer schönen Sprache und eines fast schon poetischen Stils.

Seine Charaktere wachsen uns dermaßen ans Herz, dass das Nachvollziehen ihres Seelenlebens zur Qual wird.
Angefangen von Crédule Grand Duc, der jahrelang besessen nach der Wahrheit sucht, des Weiteren zwei Großelternpaare, für die Lylie ein Teil Erinnerung an ihr eigenes verlorenes Kind bedeutet.
Da ist ihr Bruder, der vielleicht gar nicht ihr Bruder ist?
Und letztendlich Lylie selbst, aufgewachsen in eher bescheidenen Verhältnissen, aber möglicherweise doch vermögend?

Von Beginn an wartet diese Geschichte mit einer für mich unerhörten Spannung auf, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Schon mit den ersten Seiten kommen viele Fragen auf, und die Suche nach Antworten treibt uns unerbittlich durch die Lektüre.
Geschickt vermittelt uns der Autor die Sichtweisen der einzelnen Protagonisten, aber immer nur "häppchenweise", wobei Lylie lange im Hintergrund bleibt (was die Neugierde auf sie natürlich verstärkt).
Stück für Stück werden wir so zu einem Ende geführt, das überrascht und sprachlos macht.

"Das Mädchen mit den blauen Augen" hat mich beeindruckt und ist für mich ein Stück Literatur, das ich gerne weiterempfehle....
Bleibt zu hoffen, dass noch weitere Bücher des französischen Schriftstellers ins Deutsche übersetzt werden!

                                              


Kurz und knapp:
Faszinierendes und spannendes Familiendrama 


Freitag, 24. Januar 2014

REZENSION: "Morbus Dei: Im Zeichen des Aries" von Bastian Zach und Matthias Bauer

Lange mussten die eingefleischten "Elisabeth und Johann - Fans" warten...
Mit  "Im Zeichen des Aries" präsentiert das Autorenteam  Zach/Bauer   nun den letzten Teil ihrer Morbus Dei -Trilogie.

Wie gewohnt, knüpft dieser nahtlos an seinen im Juni 2012 erschienenen Vorgänger an, und trotz der langen Zeitspanne von mehr als einem Jahr ist es nicht nötig, Teil zwei noch einmal zu lesen, um in die Geschichte hinein zu kommen.
Ganz im Gegenteil.

So folgen wir den Spuren von Elisabeth und Johann, die bei ihrer spektakulären Flucht aus Wien voneinander getrennt wurden.
Zur Erinnerung: Während Johann es bis auf das rettende Schiff geschafft hat, landete Elisabeth in den Händen des Feindes....
Natürlich macht sich Johann auf die Suche nach seiner Liebsten, unterstützt von seinen Weggefährten....

Und wieder schaffen es Bastian Zach und Matthias Bauer problemlos und nahezu perfekt, den Leser in das frühe 18. Jahrhundert zu "beamen".
Die Authentizität der Handlung, unterstützt durch die einmalige Wortwahl und den unverkennbaren Stil, hat mich wieder einmal fasziniert und stark beeindruckt.
History, Abenteuer, Liebe und eine Prise Mystik werden geschickt, und wie gewohnt auch ausgesprochen spannend, zu einem Ganzen verwoben.

Mit "Im Zeichen des Aries" wird das Abenteuer von Elisabeth und Johann beendet sowie auch das Schicksal ihres Dorfes besiegelt...
Ich war "gefangen" im Geschehen und hätte noch ewig weiterlesen können...

Mit ihrer Trilogie haben Bastian Zach und Matthias Bauer ganz großes Kino geschrieben...
Und genau dorthin gehört diese Geschichte auch, die meiner Meinung nach perfekt dazu geeignet ist, filmisch umgesetzt zu werden.
Zumal das Autoren-Duo ja auch auf diesem Gebiet nicht unerfahren ist....

Auf jeden Fall hoffe ich, auch zukünftig weitere Geschichten aus der Feder von Zach/Bauer lesen zu können,
....Lesefreude ist hier mit Sicherheit garantiert!

Kurz und knapp:
Beeindruckendes Finale einer grandiosen Trilogie!


Aenna




Dienstag, 24. Dezember 2013

Freitag, 13. Dezember 2013

Blogging 4 Charity

Über Catherines und Madeleines Blog Buchlingreport bin ich auf eine ganz wundervolle Weihnachtsaktion gestoßen, an der ich mich natürlich gern beteiligen möchte.

Blogging 4 Charity wird initiert von Bonprix und richtet sich an uns Blogger, die Möglichkeit zu nutzen, eine von zwei Hilfsorganisationen zu unterstützen.


Mit Einbinden der Weihnachtskugel auf Eurem Blog und Registrierung auf  Blogging 4 Charity
spendet Bonprix 50 Euro an die jeweilige Organisation!


Zur Auswahl steht das Kinderhospiz Sternenbrücke oder die Tirupur School for the deaf, die gehörlosen Kindern in Indien eine Ausbildung ermöglicht.

Aus sehr persönlichen Gründen habe ich mich für Letzteres entschieden....


                                     Mein Blog unterstützt bonhelp


Ich hoffe, dass durch diese Aktion beide Organisationen viel Unterstützung erfahren!


Liebe Grüße
Aenna

Montag, 9. Dezember 2013

REZENSION: "Und nie sollst du vergessen sein" von Jörg Böhm

Nöggenschwiel.....Nach 15 Jahren kehrt Emma für einen Kurzurlaub zurück in den beschaulichen kleinen Ort im Schwarzwald, in dem jedes Jahr mit viel Tamtam die Rosenkönigin gekührt wird!
Auch ihrer Freundin Charlotte wurde damals diese Ehre zuteil, und Emma freut sich auf ein Wiedersehen!
Doch sie muss erfahren, dass Charlotte seit genau diesem Tag spurlos verschwunden ist.
Angetrieben sowohl von ihrem persönlichen Interesse am Schicksal ihrer Freundin als auch von ihrer beruflichen Neugier als Kriminalkommissarin, hört sich Emma bei den Bewohnern im Rosendorf um...
Ist Charlotte etwas zugestoßen? Oder ist sie womöglich nur ausgebrochen aus ihrem allzu behüteten Leben?

Als der Ort von gleich zwei Morden erschüttert wird, hegt Emma die schlimmsten Befürchtungen....

Mit "Und nie sollst du vergessen sein" legt  Jörg Böhm seinen Debütroman vor, einen Regionalkrimi, der in einem idyllischen Ort im Schwarzwald spielt.
Eine Gegend, die dem Autor nicht unbekannt ist, das wird dem Leser bei der Lektüre schnell klar!
Denn in den Beschreibungen von Natur und Atmosphäre liegt eine ganz große Stärke.
Hier beweist der Autor eine enorme Sensibilität, fängt uns Leser mit einer wunderschönen, gewaltigen Sprache, einer Prosa ein, die uns das Geschriebene fühlen und regelrecht nachempfinden lässt.
So konnte ich den Ort vor mir sehen, den Nebel spüren, etwas Drohendes wahrnehmen.....
Unglaublich.

Wenn es allerdings um die Interpretationen von Gefühlen oder Gedanken der Akteure geht, hätte ich mir an einigen Passagen eher etwas weniger von Allem gewünscht.
Da hätte vielleicht manchmal lieber nur eine Andeutung gereicht, um dem Leser mehr Raum für eigene Gedanken und Schlussfolgerungen zu lassen...

Seine Protagonisten beschreibt Böhm für meinen Geschmack ausreichend, gerade so, dass man sich ein gutes Bild machen kann, aber sich nicht mit ausufernden Beschreibungen langweilt.
Lediglich die Figur der Emma Hansen bleibt noch ausbaufähig.
Da es aber eine Fortsetzung mit der jungen Kommissarin geben wird, erhalten wir sicher die Chance, sie besser kennen zu lernen.

Die Geschichte an sich ist gut konstruiert und wirklich spannend.
Fast bis zum Schluss bleibt der Leser im Unklaren, nachdem er mehrfach geschickt in die Irre geführt wurde...
Etwas unglaubwürdig bleibt jedoch, dass die Ereignisse um das Verschwinden der jungen Frau vor immerhin 15 Jahren bei den Bewohnern Nöggenschwiels noch so präsent sind und Emotionen hervorrufen, als wäre es erst gestern gewesen...

Trotzdem hat mich Böhms Erstling sehr gut unterhalten, so gut, dass ich den Roman fast in einem Rutsch gelesen habe.
Unbedingt möchte ich auch den zweiten Teil um Emma Hansen "Und die Schuld trägt deinen Namen"
lesen, welcher am 03.Februar 2014 (lt. Homepage des Autors) erscheinen wird.
Ich bin gespannt....nicht nur darauf, wie es wohl mit Emma weitergeht.
Nein, auch die Weiterentwicklung von Jörg Böhm interessiert mich, denn ich bin überzeugt, dass uns aus seiner Feder noch großartige Geschichten erwarten werden ...

Kurz und knapp:
Bildgewaltige und tolle Geschichte mit "Luft nach oben"

 

Aenna

Samstag, 7. Dezember 2013

And the winner is.....

Hallo Ihr Lieben!

Es ist Zeit, die Gewinnerin meiner Nikolaus-Buchverlosung bekanntzugeben!

Trotzdem das Gewinnspiel viele Besucher auf den Blog gelockt hat, gab es lediglich zwei Bewerberinnen für das "Drecksspiel"...
Da hat auch das Verlängern der Teilnahmefrist nichts genutzt!

So war denn die Gewinnchance 50/50....auch nicht schlecht.

Ich habe mit der Zettelchenmethode gelost, mein Mann war die "Glücksfee" (grins).

Und nun darf sich  Petra über ihren Gewinn freuen....
 
                                         HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

Vielen Dank fürs Mitmachen!

Aenna


Donnerstag, 5. Dezember 2013

Schnell noch mitmachen!!!!

Bis morgen Früh 08.00 Uhr (nee....ich verlängere mal auf 23.59 Uhr) habt Ihr noch Zeit, an der Verlosung des spannenden Thrillers von Martin Krist "Drecksspiel" teilzunehmen.


Macht mit!!!!


Was erwartet Euch ansonsten demnächst hier?

In den nächsten Tagen werde ich meine Rezensionen veröffentlichen zu

"Und nie sollst du vergessen sein" von Jörg Böhm


und "Morbus Dei: Im Zeichen des Aries" von Bastian Zach und Matthias Bauer



Ich hoffe mal, dass ich es zum Wochenende schaffe....

So, nun werde ich mal die Heizung anschmeißen und meinen Hunden Frühstück machen....
Drei Paar vorwurfsvolle Augen fixieren mich schon seit geraumer Zeit und verfolgen hoffnungsvoll jede meiner Bewegungen.....:o)))

Liebe Grüße
Aenna

Dienstag, 3. Dezember 2013

Gewinnspiel zum Nikolaus....

Hallo Ihr Lieben,


in drei Tagen ist Nikolaus!

Zu diesem Anlass verlose ich an einen Leser von BücherSpleen ein Exemplar von

"Drecksspiel"  von Martin Krist

Alles, was Ihr tun müsst, ist, mir eine Email an

          buecherspleen@gmail.com

zu schicken.
Darin sollte stehen, was Ihr am Nikolaustag in Eurem Stiefel finden möchtet.....:o)
Ich bin gespannt....
Ihr habt Zeit bis zum 06.Dezember 08.00 Uhr, im Laufe des Tages werde ich dann den Gewinner ermitteln und per Email benachrichtigen.

Viel Spaß und liebe Grüße
Aenna

Dienstag, 5. November 2013

REZENSION: "Todesengel" von Andreas Eschbach

Ein alter Mann wird auf dem Bahnsteig von zwei Jugendlichen angegriffen...
Grundlos schlagen sie ihn zusammen, und er denkt, es muss sterben....
...bis plötzlich, wie aus heiterem Himmel, eine weiße Gestalt auftaucht.
Hell leuchtend, fast strahlend steht sie da....und schießt seine Peiniger nieder!

Niemand glaubt dem alten Mann. Stattdessen gerät er - als ehemaliger Grenzer - erst einmal selbst in den Verdacht, seine Angreifer getötet zu haben.

Bis der "Todesengel" erneut in Erscheinung tritt und auch die Polizei die Augen nicht mehr verschließen kann....

Der - bis dato nicht sehr erfolgreiche  -  Journalist Ingo Praise sieht seine Chance gekommen, die Ungerechtigkeiten unserer Gesellschaft aufzuzeigen und - Karriere zu machen!
Er publiziert Fälle, in denen die Opfer zum Täter gemacht wurden, gibt Menschen eine Plattform, die nur helfen wollten und dafür bestraft wurden, und setzt somit eine brisante Diskussion über Selbstjustiz in Gang....

Die Leichtigkeit, mit der sich  Todesengel  lesen lässt, täuscht erst einmal über die ernsthafte Thematik des Romans hinweg.
Darf ein Mensch Selbstjustiz üben?
Warum werden Täter zu Opfern gemacht, warum beherzte Helfer zu Tätern?
Sollte man lieber seine Augen verschließen vor Gewalt und Unrecht, um nicht selber in den Fokus der Justiz zu geraten?

Man fliegt regelrecht durch die Kapitel und geht zunächst konform mit den Protagonisten.
Erst später werden die Gefühle gemischter, ergibt sich der Zwiespalt....setzt das Nachdenken ein.
Wie im wahren Leben, wo man sich vielleicht auch erst mit der Menge mitreißen lässt und erst viel später den Kern der Sache erkennt.

Eschbach deklariert seine Figuren ausreichend, gibt ihren Persönlichkeiten aber nicht zu viel Tiefe.
In "Todesengel" steht ganz klar die Sache im Vordergrund, verpackt in einer für mich absolut mitreißenden, aber auch verstörenden Geschichte.
Einer Geschichte, die uns über Gerechtigkeit nachdenken lässt, über Schicksal, aber auch über die Macht der Medien.
Einer Geschichte, die bei ihren Lesern wirklich ankommt....

Andreas Eschbach durfte ich bereits auf einer Lesung zu seinem Buch "Herr aller Dinge" live erleben.
Der Autor beeindruckte mich damals sehr mit seinem eher bescheidenen, sympathischen Auftreten und seinen klugen und humorvollen Äußerungen.
Dennoch ist "Todesengel" tatsächlich das erste Buch, das ich nun von ihm gelesen habe.
Es hat mich berührt, und es hat mich neugierig gemacht auf weitere Geschichten aus der Feder des Autors...
So wird es definitiv nicht das Letzte bleiben.


             Kurz und knapp:
Leicht zu lesende Lektüre mit brisanter und berührender Thematik...
       

                                   
Aenna



Dienstag, 15. Oktober 2013

REZENSION: "Drecksspiel" von Martin Krist

Endlich ist der neue Thriller von Martin Krist erschienen.
Lang herbeigesehnt und von mir mit Vorfreude erwartet.
"Drecksspiel" wurde er betitelt, und ich war gespannt, welch dreckiges Spiel sich mir offenbaren würde....

Worum es jedoch in dem knapp 400 Seiten langen Roman geht, lässt sich schwer in wenigen Sätzen formulieren, zu komplex ist diese Story, die die Konzentration des Lesers von Beginn an fordert.
Dieser sieht sich gleich mit mehreren Handlungssträngen samt zahlreicher, unterschiedlicher Protagonisten konfrontiert, die der Autor jedoch in weiser Voraussicht in einem Personenregister zu Beginn des Buches vorstellt.

Leyla, eine Prostituierte und Freundin des Polizisten Toni Risse, wird ermordet...
Shirin, Tochter einer angesehenen Familie, wird entführt....
Hannah hält sich mit ihrem Baby in einem Ferienhaus auf und gerät in die Hände eines Sadisten....
Pedro und Aki, zwei kleine Gauner, klauen ein Auto....
Und mittendrin agiert David Gross, ein Ex-Polizist mit geheimnisvoller Vergangenheit....

Rasant wechselt der Autor zwischen den einzelnen Geschichten, die der Leser atemlos verfolgt, ohne sich überhaupt ansatzweise vorstellen zu können, in welchem Zusammenhang sie stehen.
Dieses absolute Unwissen führte bei mir zu aggressiver Ungeduld, die mich unerbittlich durch die Kapitel trieb, schließlich wollte ich unbedingt des Rätsels Lösung erfahren.

Jeder Handlungsstrang für sich ist dabei absolut spannend, Krist macht es uns möglich, in jede der einzelnen Geschichten vollends einzutauchen.
Nicht zuletzt wegen seiner Protagonisten, die wie gewohnt lebensecht gezeichnet sind (auch wenn die ganz besondere Ausdrucksweise eines gewissen Polizeibeamten mit der Zeit nervt).

Aber auch die ungeschönte Darstellung der Ereignisse trägt dazu bei, sich komplett in die einzelnen Szenen einzufühlen. Martin Krist schreibt unverblümt und ohne Rücksicht auf schwache Nerven - wer also zart besaitet ist, sollte die Finger weg lassen von "Drecksspiel", das jedoch nicht nur mit dem "offensichtlichen" Dreck aufwartet....

Meine Erwartungen an dieses Buch wurden komplett erfüllt, mir hat es hervorragend gefallen, zumal letztendlich die Auflösung des Ganzen tatsächlich zu überzeugen vermag!
Für die Konstruktion einer solch genialen Geschichte gebührt dem Autor mein größter Respekt!

Das Ende des Buches lässt erahnen, dass es eine Fortsetzung mit dem Ermittler David Gross geben wird, auf die wir hoffentlich nicht zu lange warten müssen!


Kurz und knapp:
Genial und ungewöhnlich....
Ein Thriller, bei dem man beim ersten Kapitel ein- und erst nach dem letzten wieder ausatmet!


                                            
Aenna

Mittwoch, 1. Mai 2013

Buchvorstellung: "Früchte süß-saftig-köstlich" von Rose Marie Donhauser

Wer liebt sie nicht, die süßen Früchte?
Am besten direkt von Baum oder Busch in den Mund...

Aber die Vielfalt, die nicht nur in unseren Gärten, sondern auch in der freien Natur für jedermann zugänglich zu finden ist, kann sehr variationsreich verwendet und genossen
werden.
Anregungen dafür, unser regionales Obst zu verarbeiten, gibt das Buch "Früchte süß-saftig-köstlich"  von Rose Marie Donhauser.


Dies ist nicht mein erstes Kochbuch aus dieser Reihe vom Kosmos Verlag.
Wie die mir bereits bekannten Bände "Tomaten" und "Pilze & Waldbeeren" überzeugt auch "Früchte"  allein durch seine Aufmachung und die Illustration.
Schon das Durchbättern des Buches erweist sich als Genuss...

Gegliedert ist es sehr übersichtlich in vier Teile.
"Ab ins Glas" behandelt die Konservierungsmöglichkeiten des Obstes, zum Beispiel als Marmelade, Likör oder Chutney.
Auch wer gerne Ungewöhnliches probiert, wird hier fündig mit einem Rezept für Erdbeerchips!

In "Zum Vernaschen" und  "Zum Geniessen" werden Anregungen für Süßspeisen unterschiedlicher Art geboten.
So findet man Variationen von Tiramisu, Melonensuppe mit Sommerbeeren, Kuchen, Drinks und unterschiedliche Grützen, zum Beispiel mit Erdbeeren oder Stachelbeeren mit Kiwi.
Besonders interessant finde ich die süßen Hauptspeisen.
Ein Risotto mit Himbeersoße oder aber Sauerrahmspätzle mit Johannisbeersoße stehen hier unter anderem zur Auswahl.
Auch hier wird wieder ein etwas aussergewöhnliches Rezept geboten, oder habt Ihr schon einmal Kirschen im Teigmantel gegessen?

Das Kapitel "Zum Verwöhnen" rundet das Buch mit feinen Rezepten auch für Hauptspeisen ab.
Lamm-Aprikosentopf, Fischpastete mit Johannisbeerdip oder Zucchiniblüten mit Ricotta-Kirsch-Füllung sind nur einige Beispiele.

Die Rezepte sind sehr übersichtlich gestaltet, immer ist ein Vermerk über den nötigen Zeitbedarf und besonderes Werkzeug beigefügt.
Toll, wie immer bei dieser Reihe, der Hinweis "Das ist wirklich wichtig", der auf spezielle Vorgehensweisen aufmerksam macht, so dass einem guten Gelingen nichts im Wege steht.

Zwischendurch gibt es immer wieder Wissenswertes über die verschiedenen Beeren-, Stein- und Wildfrüchte.

Ich kann es kaum erwarten, dass die Obstsaison beginnt.
Sobald die ersten Früchte aus meinem Garten geerntet werden können, greife ich ganz sicher zu diesem Buch!

Kurz und knapp:
Inspiration auf höchstem Niveau!



Aenna