Sonntag, 9. Oktober 2011

REZENSION: "Der Stalker" von Tania Carver

Suzanne hat Angst, denn ein Fremder ist in ihrer Wohnung gewesen....
In der Nacht, als sie geschlafen hat.
Und er hat ein Foto von ihr gemacht, als Beweis dafür, dass sie nicht geträumt hat!
Während die Polizistin Anni Hepburn noch dabei ist, Suzannes Anzeige aufzunehmen, wird ihr Kollege  Phil Brennan von der Mordkommission mit einer weiblichen Frauenleiche konfrontiert.
Die junge Frau wurde vor ihrem Tod brutal gefoltert und fast bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt...
Bald lassen sich Zusammenhänge zwischen den beiden Verbrechen erkennen, aber wer ist der Täter?

Eine Profilerin soll Klarheit in den Fall bringen....


Mit "Der Stalker" legt die britische Autorin Tania Carver bereits ihren zweiten Roman mit dem Ermittlerteam um Detective Inspector Phil Brennan und Profilerin Marina Esposito vor.
Den ersten Teil "Entrissen" kenne ich noch nicht, werde die Lektüre aber umgehend nachholen, da mich "Der Stalker" absolut überzeugt hat, um dies einmal vorwegzunehmen...

Der angenehm flüssige Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen.
Auf mitreissende und gewandte Art und Weise bringt sie uns ihre Protagonisten nahe. Ich konnte mir die Hauptcharaktere gut vorstellen, nicht nur in ihr berufliches Umfeld, auch in ihr Privatleben wird uns Einblick gewährt, was den Sympathiefaktor, zumindest bei Phil erhöht.
Andere Figuren wiederum beschreibt die Autorin zurückhaltender, lässt in ihrem Persönlichkeitsprofil  Spielraum. Somit sind sie nicht hundertprozentig einschätzbar und bleiben leicht geheimnisumwoben.

Damit wird natürlich zusätzlich Spannung erzeugt, die im übrigen von Anfang bis Ende des Buches fast konstant spürbar ist und aus verschiedenen Richtungen gleichzeitig aufgebaut wird.
Das hält den Leser förmlich in Atem und macht es ihm unmöglich, das Buch beiseite zu legen...
Auch die angenehm kurzen Kapitel und damit schnellen Szenenwechsel tragen dazu bei!

Während der Lektüre von "Der Stalker" sieht sich der Leser mit den unterschiedlichsten Gefühlen konfrontiert, denn es wird aus mehreren Sichtweisen erzählt.
Es kommen nicht ausschließlich die Ermittler zu Wort, wir erfahren praktisch auch aus erster Hand, wie es dem Opfer ergeht.
Ebenso den Täter lernen wir auf diese Weise kennen.
Seine wahre Identität bleibt dem Leser jedoch bis zum Schluss verborgen.

Die Geschichte ist gut durchdacht und löst sich abschließend zu vollster Zufriedenheit auf.
An keinem Punkt zeigt sich die Autorin unsicher, nicht eine Frage bleibt am Ende offen.

"Der Stalker" hat mich persönlich überrascht und begeistert, ein echter Pageturner und auf jeden Fall ein Muss für jeden Thrillerfan!

Aenna                                     


Ich bedanke mich herzlich bei "Blogg Dein Buch" und dem List-Verlag für die Möglichkeit, das Buch zu lesen und zu rezensieren!

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